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film: binational in leipzig

Ein sechsminütiger Film erzählt vom binationalen Leben - hier können Sie den Beitrag undefined"Bürokratie und Liebe" von Web-TV der Universität Leipzig ansehen.

Überregionale Veranstaltungen

17.09.2010 - 19.09.2010 Frankfurt Eltern stärken - Kinder stärken

Regionale Veranstaltungen

05.09.2010 Leipzig Interkulturelles Sonntagsfrühstück
07.09.2010 Leipzig Zwischenraum, die interkulturelle Radiosendung des Verbandes!
12.09.2010 Köln Sonntagsbrunch

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Willkommen!

Immer mehr Frauen und Männer finden ihren Partner oder ihre Partnerin grenz- und kulturübergreifend: In Deutschland ist jede neunte Eheschließung eine binationale Verbindung, und jedes dritte Kind, das geboren wird, hat Eltern unterschiedlicher Nationalitäten.

Binationale Partnerschaften sind nicht nur private Lebensentwürfe Einzelner, sie sind zugleich Ergebnis gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen.

Unser Verband ist eine bundesweite Interessenvertretung. Wir haben uns zusammen geschlossen, um die soziale und rechtliche Gleichstellung von Menschen ungeachtet ihrer nationalen und kulturellen Herkunft zu verbessern.

unsere aktuellen meldungen

Kritik an Sarrazin enttäuschend spät

Sarrazins "Gen-Äußerungen" haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Dass der öffentliche Aufschrei nicht schon vor Jahren anlässlich von "Kopftuchmädchen" und "unproduktiven Gemüsehändlern" erklang, ist für binationale Familien und Paare enttäuschend und verletzend. Hier unsere undefinedPressemitteilung zum Thema.

"Omas und Opas erzählen in vielen Sprachen"

Erzähl-Projekt fördert Mehrsprachigkeit
Kinder in binationalen Familien wachsen mehrsprachig auf, ihre Sprachkompetenz ist hoch. Außerhalb der Familie leben sie in einer sich einsprachig verstehenden Welt. Unser Verband hat deshalb mit "Unsere Omas und Opas erzählen in vielen Sprachen" ein Programm zur frühkindlichen Sprachförderung entwickelt, das Familiensprachen in den Kindergartenalltag integriert. Eine aktuelle undefinedBroschüre veranschaulicht die Erfahrungen in sechs verschiedenen Städten. Unsere undefinedPostion zu Mehrsprachigkeit ist hier konsequent umgesetzt.

Kein Besuchervisum – Oma kann in den Ferien nicht kommen

Sommerferien sind Familienzeit. Doch leider nicht für alle: Wer Angehörige in visumspflichtigen Drittstaaten hat, kann nicht davon ausgehen, dass Vater, Großmutter oder Bruder tatsächlich ein Besuchervisum bekommen. Lesen Sie hierzu unsere undefinedPressemitteilung und detaillierten undefinedForderungen an die Bundesregierung, die familienfreundlichen Regeln des EU - Visakodex konsequent und ohne Einschränkungen umzusetzen.

anerkennung bleibt das ziel

Hunderttausende Menschen in Deutschland müssen weit unter ihrem Ausbildungsniveau arbeiten, weil ihre im Ausland erworbenen Berufs- und Studienabschlüsse nicht anerkannt werden. Das will die Bundesregierung ändern. Sie hat im vergangenen Dezember dazu ein  undefinedEckpunkte-Papier vorgelegt, das Diskussionsgrundlage für einen Gesetzesentwurf ist. Die Beratungen laufen, nach der Sommerpause soll der Entwurf vorliegen. Erklärtes Ziel ist, dass jede/r "einen Anspruch auf umfassende Prüfung und Bewertung seiner individuellen Qualifikationen" hat und dass, "Wo wesentliche Qualifikationen fehlen, die Möglichkeiten verbessert werden, die nachträglich zu erwerben".
Das begrüßen wir sehr, denn eine entsprechende Umsetzung kann entscheidende Wirkung für gesellschaftliche Teilhabe und Integration haben.Damit dies gut gelingt, fordern wir insbesondere, dass

  • der Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren tatsächlich für alle gilt und nicht nur für EU-Bürger/innen und Spätaussiedlier
  • die Kompetenzfeststellung nicht nur Berufserfahrungen berücksichtigt, sondern auch sprachliche, interkulturelle und soziale Kompetenzen
  • verbindlich gilt, dass eine Anerkennung die Gleichstellung inklusive tarifrechtlicher Einstufung bedeutet und nicht lediglich eine Zeugnisbewertung

Hintergründe zur aktuellen Situation und unseren Positionen finden Sie undefinedhier.

vielfalt und "kluge köpfe" für unser land

Gleich zwei wichtige Berichte gaben Staatsministerin Maria Böhmer, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, in den vergangenen Tagen Anlass zu öffentlichen Erklärungen.  Tenor: "Wir kommen voran!"

Zum 8. Bericht über die Lage von Ausländerinnen und Ausländern in Deutschland gelang es ihr, bei der Bildung Fortschritte zu verzeichnen, obwohl bei jugendlichen Migranten die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss unverändert geblieben ist und doppelt so hoch liegt wie bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund.

"Zuwanderer sind mit ihren Sprachkenntnissen und Migrationserfahrung für Unternehmen ein handfester Gewinn", formulierte sie zum OECD-Migrationsbericht. Sie möchte sich weiterhin dafür einsetzen, dass Deutschland "... für kluge Köpfe aus aller Welt  noch attraktiver ..." wird. Wie das mit der aktuellen Gesetzgebung zum Ehegatten-Nachzug zusammen passt, fragte Tim Gerber, Vorstand unserer Regionalgruppe Hannover, direkt bei der Bundesregierung an. Lesen Sie hier seine undefineddrei Fragen - auf die Antwort sind wir gespannt.

Alphabetisierung und Deutschlernen in nur einem Jahr?

Am 30. März stellte das Bundesverwaltungsgericht fest, dass der für den Ehegattennachzug geforderte Nachweis deutscher Sprachkenntnisse vor der Einreise im Einklang mit dem Grundgesetz und Europarecht steht. (undefinedBVerwG 1 C 8.09). 

Das familiäre Zusammenleben wird, so die Argumentation des Gerichtes, lediglich für einen überschaubaren Zeitraum verhindert. In der Türkei sei es möglich, innerhalb eines Jahres die geforderten Sprachkenntnisse nachzuweisen, einschließlich einer vorausgehenden Alphabetisierung. 

Diese Einschätzung widerspricht eklatant unseren Erfahrungen. Es ignoriert die Belastungen und Nöte zahlreicher Paare, die über Jahre voneinander getrennt leben müssen. Wohl kaum jemand kann innerhalb eines Jahres sowohl Lesen und Schreiben als auch eine Fremdsprache erlernen. Hier unsere undefinedPressemitteilung

Zahlreiche weitere Beispiele dafür, wie die seit 2007 geltende Verschärfung des Rechtes zum Ehegattennachzug das Zusammenleben von Familien verhindert, finden Sie in unserer Broschüre undefined"Haben Sie noch eine Idee?".

Weitere Informationen und Debatten finden Sie undefinedhier.